Morsey, Rudolf: Die Protokolle der Reichstagsfraktion und des Fraktionsvorstands der Dt. Zentrumspartei ...
Kommission für Zeitgeschichte, Research Center, Bonn

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Morsey, Rudolf: Die Protokolle der Reichstagsfraktion und des Fraktionsvorstands
der Deutschen Zentrumspartei 1926–1933, Mainz 1969

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 9)

Rudolf Morsey: Die Protokolle der Reichstagsfraktion und des Fraktionsvorstands der Deutschen Zentrumspartei 1926–1933.

Rudolf Morsey: Die Protokolle der Reichstagsfraktion und des Fraktionsvorstands der Deutschen Zentrumspartei 1926–1933.

Dieser Band enthält Protokolle von 752 Sitzungen der Reichstagsfraktion des Zentrums und ihres Fraktionsvorstands in der Zeit von 1926 bis 1933. Sie zählen zu den wichtigsten parteigeschichtlichen Quellen. Ihre Edition wird der Erforschung der Weimarer Republik, insbesondere in der Phase ihrer »Auflösung«, neue Impulse geben. Die Bedeutung dieser Dokumente ist um so höher zu werten, als das Archiv der Deutschen Zentrumspartei nicht gerettet wurde.

Das Zentrum war Mitschöpfer der Reichsverfassung und Mitglied aller Reichsregierungen bis 1932. Aus seiner Mitte stammten die meisten Reichskanzler. Aufgrund ihrer Schlüsselfunktion gewann diese Partei bedeutenden Einfluß auf die Geschicke der ersten Republik. Aus den Protokollen der Reichstagsfraktion läßt sich das teilweise dramatisch verlaufene Ringen um die Bildung wie den Sturz der Kabinette von Wilhelm Marx über Heinrich Brüning bis zu Kurt v. Schleicher verfolgen. Das gleiche gilt für die Bildung der Regierung Adolf Hitler und die Anfänge seiner Kanzlerschaft. Die Dokumente werfen neues Licht auf das Zustandekommen aller großen Gesetzesvorlagen und aller Verträge dieser Zeit. Sie erweitern unsere Kenntnisse über das Ringen um die umstrittenen Notverordnungen bis hin zur Zustimmung der Zentrumsabgeordneten zum »Ermächtigungsgesetz« vom 24. März 1933.

Darüber hinaus erlauben es die Protokolle erstmals, das Verhältnis von Partei und Koalition sowie den Einfluß des Vorstands einer Fraktion aufzuzeigen. Die wechselvollen Beziehungen des Zentrums zur Bayerischen Volkspartei werden ebenso sichtbar wie das Verhalten der Fraktionsmitglieder zu »ihren« Kanzlern und Ministern. Die Quellen gewähren Einblick in die Versuche, Interessenstandpunkte auszugleichen und eine einheitliche Linie zu finden. Sie bieten schließlich eine Fundgrube für die Erforschung der allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung dieser entscheidenden Epoche, deren Ende 1933 auch das Ende der Zentrumspartei bedeutete.

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