Stasiewski, Bernhard: Akten deutscher Bischöfe über die Lage der Kirche 1933-1945, Bd. III
Kommission für Zeitgeschichte, Research Center, Bonn

Kommission für Zeitgeschichte

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Stasiewski, Bernhard: Akten deutscher Bischöfe
über die Lage der Kirche 1933–1945, Bd. III: 1935–1936, Mainz 1979

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 25)

Bernhard Stasiewski: Akten deutscher Bischöfe über die Lage der Kirche 1933–1945, Bd. III: 1935–1936.

Bernhard Stasiewski: Akten deutscher Bischöfe über die Lage der Kirche 1933–1945, Bd. III: 1935–1936.

Dieses Werk enthält im Anschluß an die 1968 und 1976 erschienenen Bände I und II die Nummern 240 bis 320 für den Zeitraum vom Oktober 1935 bis August 1936. Die aus kirchlichen und staatlichen Archiven stammenden, zum großen Teil erstmalig veröffentlichten Dokumente werden in den Anmerkungen durch weitere Schriftstücke ergänzt und erläutert. Die Protokolle der Plenarkonferenzen des deutschen Episkopates, der bischöflichen Partikularkonferenzen und die Verhandlungen zur Sicherung der kirchlichen Organisationen und Verbände aus seelsorglichen Gründen bilden den Grundstock der Edition.

Die planmäßige Entkonfessionalisierung und Entchristlichung des öffentlichen Lebens griffen auch in die kirchliche und private Sphäre über und drohten zu einem neuen Kulturkampf zu führen. Eingaben und Briefe Kardinal Bertrams, des Vorsitzenden der Plenarkonferenzen, Schreiben des Kardinalstaatssekretärs Pacelli, der deutschen Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe, Hirtenbriefe des Gesamtepiskopats und einzelner Oberhirten sowie Verlautbarungen der Generalvikare wandten sich gegen die Beeinträchtigung der kirchlichen Freiheit durch Gesetze, Verordnungen und administrative Einengungen.

Der Episkopat bemühte sich, auf dem Weg der Verhandlungen zu günstigeren Lebensbedingungen für die Katholiken und zur Befriedung des gespannten Verhältnisses zwischen Kirche und Staat zu kommen. Er protestierte gegen den Totalitätsanspruch des Staates im Erziehungswesen vom Kindergarten bis zur Universität, die Diffamierung des christlichen Glaubens in Massenmedien und Schulungslagern, die Propaganda für Rosenbergs Bücher und Ideen. Er trat für die Erhaltung der katholischen Verbände, der Caritas, der konfessionellen Schule und der kirchlichen Presse ein. Durch Intensivierung zeitgemäßer Pastoral und Anregungen für den Ausbau der Katholischen Aktion suchte er offensiv die Bestrebungen des drohenden Vernichtungskampfes gegen die Kirche aufzufangen.

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